Andrea Mühle

Andrea Mühle

Wahlkreis 42

Über mich

Ich bin in Dresden geboren und aufgewachsen und in Prohlis, einem der zwei großen Plattenbausiedlungen von Dresden, in den 90er Jahren zur Schule gegangen. Schon damals wuchs in mir die Überzeugung, dass links die Seite ist, auf der ich stehen möchte, die Seite, dich ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann.

Ich habe an der HTW Dresden Agrarwirtschaft studiert und eine Verwaltungsausbildung in Thüringen absolviert. Nach Tätigkeiten in Landwirtschaftsbetrieben und der Beratung konnte ich ab 2010 endlich meine Überzeugungen mit meinem Job verbinden. Mit dem Verein EkoConnect haben wir, ab 2014 dann auch unter meiner Verantwortung, den Wissenstransfer für den Ökolandbau vor allem nach Mittel- und Osteuropa voran getrieben und in regionalen, nationalen und europäischen Projekten Daten erhoben sowie Weiterbildungsangebote für Landwirte, Auszubildende, Studenten, Berufsschullehrer und andere Akteure auf dem Markt für ökologische Lebensmittel organisiert.

Fast acht Jahre intensive Projektarbeit, die ihre Spuren hinterlassen haben, nach denen ich gern den Staffelstab an andere engagierte Menschen übergeben möchten. Zum Beispiel diejenigen, die sich zum Ziel gesetzt haben, ein Kompetenzzentrum Ökolandbau in Sachsen aufzubauen.

Heute arbeite ich in der Landesbehörde mit dem sperrigen Namen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und freue mich auch dort immer wieder meine Stimme für den ökologischen Landbau erheben zu können. Ich kann Verwaltungs- und Haushaltsrecht, Vereinsarbeit und Projektmanagement und, ganz praktisch viel arbeiten, schnell denken und schreiben.

Bisher war ich nicht in politischen Gremien bei den Grünen aktiv. Im letzten Jahr bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es notwendig ist, gerade auch in meinem Wahlkreis und Wohnumfeld für grüne Politik Gesicht zu zeigen und freue mich, dass die Mitglieder des Kreisverbandes meine Kandidatur als Direktkandidatin und für die Landesliste unterstützt haben.

Hab immer zu viel zu tun, aber kann trotzdem wunderbar Nichtstun, am liebsten in den Bergen.

Meine Vorhaben

Warum ich für den Landtag kandidiere: 

  • Weil ich überzeugt bin, dass wir etwas tun müssen gegen die Klimakrise, im Privaten, im Politischen und in allen anderen Lebensbereichen. 

  • Weil ich für meine Überzeugungen Gesicht zeigen möchte. 

  • Weil ich einen kleinen Teil der Zukunft meines Wahlkreises, unseres Bundeslandes und meiner und aller Kinder in meine Hände nehmen möchte. 

Mutig

Beteiligung ermöglichen

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Allen Arten von Menschenfeindlichkeit stelle ich mich mit aller Kraft entgegen. Ich möchte eine Zivilgesellschaft, die sich an demokratischen Prozessen beteiligt und die den Mut hat, sich für ihre Belange wie dem Schutz der Lebensgrundlage und dem Erhalt von Freiheit und Vielfalt zu engagieren. Alle Menschen ab 14 Jahren sollen wählen auf Kommunal- und Landesebene wählen dürfen. Ich möchte, dass Geflüchtete sich hier sicher und willkommen fühlen.

Grün

Mobilität neu denken

Ich setze mich ein für die Vision von sicheren, zukünftig weitgehend autofreien, Städten, mit besten Bedingungen für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und vor allem für Kinder. Ich glaube daran, dass es politischer Entscheidungen bedarf, damit die individuelle motorisierte Mobilität ihre privilegierte Stellung bei jeglicher Verkehrs- und Stadtplanung verliert. Ich bin selbst schon immer Rad- und Bahnfahrer ohne eigenes Auto und möchte mich dafür einsetzen, dass diese Art der Mobilität für möglichst viele Menschen im besten Sinne erfahrbar wird. Und das nicht nur in den Städten und Ballungsräumen, sondern auch in ländlichen Regionen.

Lebensmittelproduktion neu gestalten

Ökolandbau kann, neben vielen anderen positiven Effekten wie Erhöhung der Biodiversität und Bienenschutz, einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten, durch einen Anstieg des Humusgehalts im Boden und durch einen Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Der Erhaltung und Nutzung von Grünland sollte eine zentrale Rolle zukommen. Der Boden unter Grünland speichert besonders viel CO2, auf einem artenreichen Grünland finden sich mehr Arten als in Wäldern, auf Grünland können Tiere ohne Konkurrenz zur Produktion von Lebensmitteln gehalten werden.

Sozial

Antworten geben

Ich möchte mich der Herausforderung stellen, auch den Menschen denen grüne Politik noch fern ist zuzuhören, sie ernst zu nehmen, aber auch zu widersprechen, wo es geboten ist. Ich weiß, dass gerade in meinem Wahlkreis viele Menschen leben, die um Chancen kämpfen müssen, Chancen auf Bildung für Ihre Kinder, Chancen auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben auch ohne Erwerbsarbeit, Chancen auf Integration und die hoffen müssen, dass ihre Wohnungen auch weiterhin bezahlbar bleiben. Auch auf diese Fragen haben die Grünen Antworten, zum Beispiel:

  • Garantierente und Kindergrundsicherung 

  • kostenlose Mobilität für Sozialhilfe- bzw. ALG II Empfängerinnen

  • längeres gemeinsames Lernen und die Stärkung der interkulturellen Bildung